Dienstag, 23. April 2013

13.4 Pushkar

Diese heilige Stadt soll jede/r InderIn bzw. Hindi in ihrem/seinem Leben besucht haben. Also müssen wir auch hin :) in 3h gelangt man von Jaipur nach Pune. Wir machen daher nur einen Tagesausflug und wagen unsere 1. Busfahrt. Wir sitzen ganz vorne und haben damit fast Luxusplätze. Busfahren in Indien bedeutet: holter die polter, sehr wenig Platz, ständiges Hupen&einen "Busschreier alias ticketverchecker", der aus voller Kehle und mit mehrmaliger Wiederholung den Namen des angefahrenen Zieles schreit. Wir haben uns am Tag zuvor- ganz deutsch und brav ein Ticket geholt- sicherlich hätte es sogar gereicht im Bus eine Fahrkarte beim Schreier zu kaufen. In Pushkar erhalten wir unseren 1. Gebetspunkt nachdem wir mit einem Gebetsmann Mantras gesprochen und blumen in den heiligen see geworfen haben. Zum abschluss gibts einen rot/orangen Wollfaden/ Gebetsband ums Handgelenk. Solche Fäden haben sehr viele InderInnen am Arm (stellen wir immer wieder fest). Einige westliche Touristen sieht man in diesem Städtchen- ein Verkäufer erzählt uns aber, dass glücklicherweise gerade off-Season sei und während der Saison sogar ZU Viele Touris den Weg in die kleine Stadt finden. Der See ist rundherum mit Treppen/Stufen bis ins Wasser eingebettet und gefällt uns nicht so gut. Etwas mehr Natürlichkeit wäre schön. Wir schauen uns den Tempel des Brama an. Einer der wichtigsten Gottheiten im Hinduismus. Fälschlicherweise riechen wir an den Blumen, die wir Brama schenken sollen& werden von 2 jungen Frauen darauf aufmerksam gemacht, dass wir den guten Duft nicht für uns in Anspruch nehmen sollen, sondern für Brama ;) Wir werden von einer indischen- modernen Familie angesprochen. Auf die Frage, wie uns Indien gefällt antworten wir wahrheitsgemäß: sehr gut. Der Vater fragt uns, ob wir das auch noch sagen, wenn wir nach Hause fahren, bzw. was uns nicht gefallen hätte, denn in Indien würden alle Touris nett sagen, dass es ihnen gut gefällt und zu Hause dann nur von schlimmen Dingen berichten. In unserem Fall trifft das aber nicht zu!! Es gefällt uns wirklich gut in Indien und die vielen Eindrücke sind schwer in Worte zu fassen. Einerseits sehen wir so viel Armut, Leid und Dreck. Nicht vorstellbar, dass es in Deutschland je so sein könnte. Andererseits ist es so oft bunt&fröhlich, interessant&abwechslungsreich. Die InderInnen sind unglaublich nett und hilfsbereit. Wir schlendern durch die kleine Stadt, zusammen mit einigen Kühen, Wildschweinen und Hunden und kleben ein paar Aufkleber. Dann springen wir am frühen Abend indianlike auf den bereits fahrenden Bus nach "jaipur, jaipur, jaipur" auf. Die kleine Bari- super süßes Baby einer indischen Familie wird mir auf den Schoß gesetzt&grinst mich an während sie mich mit ihren Patschehänden kratzt. Ohne Windel überstehen wir die Fahrt bis Ajmer, wo wir in den nächsten knallvollen Bus nach Jaipur aufspringen. Letzte Nacht im Krishna Palace und morgen geht's ab nach Mumbai.

1 Kommentar:

  1. Eure blauen Augen <3
    Sehr schön geschrieben! Man kann sich alles irgendwie vorstellen und dann auch wieder nicht. Sehr spannend!Das mit den Blumen wusste ich sogar. Stimmt es denn, dass stehendes Wasser (also Badewanne und See) in Indien als unrein gilt?
    Das Henna ist wunderschön :)

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